 | Johannes Schlenker gründet in Schwenningen eine Uhrenmanufaktur und beginnt mit der handwerklichen
Produktion und dem Verkauf von 12-stündigen Holzuhren mit
Schnur-(Gewichts-)Aufzug. Als seine drei Söhne das Geschäft
übernehmen, produzieren 20 Beschäftigte bereits 2000 Pendel-
und Wanduhren pro Jahr. |
 | "Nachtwächterkontrolluhren" werden in alle Welt geliefert. |
 | Der 24-jährige Kaufmann Jakob Kienzle heiratet in die Familie
Schlenker ein und wird Teilhaber an der Firma, die nun
"Schlenker & Kienzle" heißt. Unter dem Namen "Flügelrad"
entstehen Uhren mit massivem 14-Tage-Regulatorwerk. Die
Beschäftigungszahl steigt auf über 60. |
 | Beginn der Produktion von Taxameter-Uhren, einer Kombination
aus Wegstreckenmesser, Uhr und Rechenwerk. |
 | Kienzle führt die amerikanische Produktion ein, die maschinelle
Fertigung von preiswerten Uhren. Im Programm sind Wecker mit
durchbrochenen Platinen und Hohltrieben. |
 | Jakob Kienzle (geboren 12.04.1859) wird Alleininhaber. |
 | Das Programm weitet sich aus: So genannte "Arbeitskontroll-
uhren" (Stechuhren) kommen hinzu sowie Küchen- und
Tischuhren. |
 | Schlenker & Kienzle gründen eine Filiale in Mailand, in London
ein Verkaufsbüro. |
 | Die Produktion von Uhren und Werken übersteigt das erste Mal
die Millionengrenze. Gründung einer Filiale in Paris. |
 | Beginn der Produktion preiswerter Taschenuhren. Daraus
entsteht im Laufe der Jahre die bekannte, über Jahrzehnte
gebaute "Kienzle-Strapazier Taschenuhr". |
 | Beginn der Armbanduhrenfertigung. Ein Großuhrenkatalog zeigt
560 verschiedene Modelle. Die Jahresproduktion übersteigt weit
die 2 Millionen Stück. Etwa 1700 Mitarbeiter im In- und
Ausland. |
 | Die ersten Autouhren werden hergestellt, z.B. für Rolls-Royce in
England. In den 50er und 60er Jahren ist fast jede in ein
deutsches Automobil eingebaute Uhr eine Kienzle. Jaguar,
Daimler, BMW, Volvo, Audi, Renault, Ford und Opel gehören zu
den Kunden. |
 | Gründung der "KIENZLE CLOCK & CO" in New York, USA. |
 | Die Uhrenfabriken Schlenker & Kienzle werden in die Kienzle Uhrenfabriken KG, Schwenningen, überführt. |
 | Entwicklung des Kienzle-Autographen, des späteren Kienzle
Fahrtenschreibers. |
 | Die KG wird zur Aktiengesellschaft. Aktionäre sind nur
Familienangehörige. |
 | Gründung einer Verkaufsniederlassung in Buenos Aires,
Argentinien. |
 | Aufteilung des Kienzle Konzerns zwischen den beiden Söhnen Herbert und Christian in die "Kienzle Uhrenbau", Schwenningen und die "Kienzle Taxameter & Apparate", Villingen.
Der Fahrtenschreiber wird ins Fertigungsprogramm aufgenommen. |
 | Produktions- und Verkaufbeginn mit dem Armbanduhrenwerk
051. Ca. 25 Millionen Mal wurde dieses Werk in Uhren eingebaut
und verkauft. |
 | Als Weiterentwicklung der Autouhr entsteht in den 30er Jahren die legendäre 8-Tage-Fliegeruhr, die im Armaturenbrett der Cockpits eingebaut wird. |
 | Es entsteht die erste und einmalige Kienzle-Weltzeituhr, die sich in der Weiterentwicklung als wahres "Uhrenjuwel" entpuppt. |
 | Mitte der 50er Jahre stammen mehr als die Hälfte der in Deutschland eingesetzten Addierbuchungsmaschienen von Kienzle/Villingen. |
 | Die Produktion erreicht wieder die 3 Millionen Grenze. Die ersten Parkuhren entstehen, die in den 50er und 60ern fast ausnahmslos von Kienzle stammen. |
 | Die "Volksautomatic" wird geboren. Der Armbanduhr mit Selbstaufzug wird damit der Durchbruch verschafft. |
 | Die erste Solaruhr "Heliomat" wird vorgestellt. Der Chronometer "Superia" tickt in einem vergoldeten 35-mm-Gehäuse mit aufgesprengtem Stahlboden. |
 | Gründung der Tochterfirma "Kienzle Zürich AG". Kienzle-Swiss-Modelle ergänzen das Armbanduhren-Sortiment im Bereich der hochwertigen Uhren. |
 | In USA und Österreich werden Verkaufniederlassungen gegründet. Der Umsatz geht weit über 60 Mio. DM. Sonderschau für Kienzle Uhren in der City Hall Hongkong. |
 | Kienzle erwirbt in Brasilien eine Uhrenfabrik und gründet damit die Kienzle do Brasil Ltda. in Sao Paulo. Es werden erfolgreich mechanische Wecker und Quarzuhren hergestellt und vertrieben. |
 | Der erste funktional gestylte Automatik-Wecker "Kienzle-Automatic" kommt auf den Markt. Startschuss für das Elektronikwerk 627. Herstellung: Über 16 Millionen Mal, weltweiter Vertrieb. Der Jahresumsatz übersteigt 80 Millionen, ca. 6,4 Mio. Einheiten werden produziert.
Ebenfalls sehr erfolgreich in den 70er Jahren: Die Entwicklung von elektronischen Büromaschinen- und Computern, die teilweise zusammen mit dem deutschen Computer-Spezialisten Heinz Nixdorf stattfindet. |
 | Zu den mechanischen Armbanduhren mit Analoganzeige kommen zum ersten Mal mechanische Uhren mit Digitalanzeige. "Kienzle life 2002" zeigt in drei Einzelfenstern digital Stunden, Minuten und Sekunden an. |
 | Kienzle ist der größte Hersteller von Armbanduhren in der Bundesrepublik. Um neue Absatzmärkte zu erschließen, verfolgt Kienzle eine konsequente Diversifikationspolitik. So werden u.a. elektrische Heizkostenverteiler und Kraftfahrzeug-Außenspiegel in das Produktionsprogramm aufgenommen. |
 | Kienzle stellt als erstes Unternehmen Quarz-LED-Armbanduhren her. Gleichzeitig beginnt die Herstellung von Quarz-Analog-Armbanduhren. |
 | Die ersten Quarz-Radiowecker werden angeboten. |
 | Das erste vollelektronische Schlagwerk "Variogong" und die neue digitale Quarzstoppuhr "Chronostopp" werden vorgestellt. |
 | Das neue Quarzwerk 716 läuft an. Mehr als 27 Millionen Mal ist dieser Typ Ende 1987 produziert worden. Der Spiegelantrieb für Kraftfahrzeug-Außenspiegel geht in Serienproduktion. Der Umsatz beträgt mehr als 81 Millionen DM. |
 | Kienzle stellt ergänzend zum Weltzeituhren-Programm die neue Weltzeituhr vor. Analoge Ortszeit, abrufbare Weltzeiten und Daten in digitaler Form sowie ein bis zum Ende des 3. Jahrtausends programmierter Kalender zeichnen sie aus. Die Kienzle Solaruhr mit polykristallinem Solargenerator, geringem Lichtmengenbedarf und einer Gangreserve von 14 Tagen ist ein Novum. |
 | Eine neue Generation von Quarzwerken entsteht. Der Fabrikneubau der Kienzle Uhrenfabriken wird eingeweiht. Mit 300 Millionen in die ganze Welt verkauften Uhren wird Kienzle zum internationalen Markenbegriff für gute Uhren. |
 | Übernahme von Kienzle durch die DUFA (Deutsche Uhrenfabrik GmbH): Mit einer Tagesproduktion von über 70.000 Uhren und Werken, einer Beschäftigungszahl von knapp 800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 120 Mio DM gehört die DUFA Gruppe zu den führenden Uhrenherstellern in Europa.
Ein Highlight der 90er Jahre: Die bis 12.000 m Tauchtiefe
wasserdichteste Uhr der Welt. Das Gehäuse dieser Taucheruhr
wird mit Silikonöl gefüllt, um dem enormen Druck in derartigen
Tiefen überhaupt standzuhalten. |
 | Die neue Funkuhren-Kollektion mit der LCA-Funk-Terminuhr als
Weltneuheit. Auf der Inhorgenta Messe in München wird die
"Satellite" vorgestellt, die erste Funk-Weckuhr der Welt mit
analoger Weckzeiteinstellung. Seit dem Rennen in Schruns trägt
Katja Seizinger, die deutsche Hoffnung für Olympia, das Kienzle-
Logo auf Helm und Skimütze. |
 | Weitere Produkt- und Herstellungsinnovationen; ein neues Funkuhrwerk ist fertig: Das kleinste, schnellsteinstellende zweimotorige Funk gesteuerte Einbauwerk, eine Weltneuheit!
Während andere Werke dieser Größe bis zu 25 Minuten für die korrekte Zeiteinstellung nach in Betriebnahme benötigen, zeigt dieses Werk nach spätestens 5 Minuten die richtige Zeit.
Umstrukturierung in einzelne Profitcenter. |
 | Übernahme des Unternehmens durch die Gruppe Highway
Holdings, Hongkong. |
 | Neuauflage der Kienzle Großuhren-Produktion sowie die
Produktion von Quarzweckern für namhafte europäische
Markenanbieter. |
 | Konstitution der KIENZLE AG in Hamburg. |
 | In den Jahren 2003 und 2004 werden insgesamt 650.000 Uhren
verkauft. |
 | Neue Besitzer bei der KIENZLE AG.
Kauf der weltweiten Markenrechte. Markenführung erfolgt durch
die KIENZLE AG Hamburg. Kienzle präsentiert sich als
international aufgestelltes Markenunternehmen. Durch
Sortimentsstraffungen und Abgrenzungen werden unter-
schiedliche Marktsegmente und Vertriebskanäle im In- und
Ausland bedient.
Innovative Neuentwicklungen, wie die Hightech Uhr ANA/Digi
New, die Borduhr FL 22602 sowie die Heritage Retro Repliquen
unterstreichen die Aufstellung von Kienzle als führendes
Markenunternehmen.
Seit 1954 hat Kienzle für mehr als 100 Produkte den iF Product
Design Award erhalten. Darunter: Buchungsautomaten,
Stiluhren, Wecker, Armbanduhren, Magnetkonten-Computer
KIENZLE 6000 Digitaldrucker, Streifenlocher, Kurzzeitmesser,
Autouhren, Teleskop, Batteriewecker, Kienzle Computer 6100,
Datensichtgeräte, Parkuhren und vieles mehr.
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 | Lancierung der Kollektion KIENZLE 1822. |
 | Lancierung der EDITION JAKOB KIENZLE, Komplikationsuhren
aus dem Hause KIENZLE, Herstellung erfolgt in Deutschland. |
 | Umstrukturierung des KIENZLE Managements. Der alleinige
Vorstand der KIENZLE AG ist Stephan W. Kruse-Thamer. |
 | Lancierung der Kollektion KIENZLE 1822 Made in Germany. |
 | Umzug in das KIENZLE Haus in Hamburg-Harvestehude. |
 | Ausbau des Top-Managements. Neben Stephan W. Kruse-Thamer treten Ralf Estor und Frank Bierbrodt als neue Vorstände mit in das Unternehmen ein. |
 | KIENZLE wird offizieller Partner des Hamburger Sportvereins. |
 | Integration der deutschen Traditionsmarke Lacher in die KIENZLE Uhrenmanufaktur. |